Im heutigen Blogartikel möchte ich dich mitnehmen auf eine Reise zu deinen Gedanken, von denen du jeden Tag so einige denkst. Mit unseren Gedanken erschaffen wir unser Leben und unsere Realität. Ich werde dir verraten, wie du in drei Schritten deine Gedanken für dich arbeiten lassen und dir so alles erschaffen kannst, was du dir erlaubst, zu denken.

Alles beginnt mit einem Gedanken und daher möchte ich zu Beginn ein Zitat aus dem Talmud mit dir teilen:

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten.

Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheit.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

(Aus dem Talmud)

Gedanken erzeugen Gefühle

Wir denken im Schnitt 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag. Wahnsinn, oder? Mit jedem Gedanken erschaffen wir unsere Welt und unsere eigene Realität. Wenn wir einen Gedanken denken, erzeugt das wiederum ein Gefühl in uns. Je nach dem ob wir den Gedanken als positiv oder negativ bewerten, entsteht ein positives oder negatives Gefühl in uns, d.h. eine Energie, die entweder höher oder niedriger schwingt. Aus diesem Gefühl heraus entscheiden wir uns für bestimmte Taten und erschaffen damit Tag ein Tag aus unser Leben so wie es gerade ist. Und alles beginnt mit einem Gedanken. Jedes Gespräch, das wir führen, jede Situation, in der wir uns (z.B. in unserem Beruf) befinden, jedes Buch, das wir lesen, usw. erzeugt Gedanken in uns, die für jeden ganz individuell sind. Häufig wird von Außen schon vorgegeben wie wir denken sollen – dies ist uns oftmals nicht bewusst.

Vielleicht kennst du es auch, dass sich schnell eine negative Gedanken- und Gefühlsspirale entwickeln kann, die dich mehr und mehr herunterzieht bzw. du dich selbst damit herunterziehst und dir Energie raubst. Umgekehrt kann sich auch aus positiven Gedanken, die in uns Gefühle von (Vor)Freude oder Liebe erzeugen, eine Spirale entwickeln, die uns Energie schenkt. Mach dir bewusst, dass du selbst entscheiden kannst, was du den ganzen Tag mehr als 60.000 Mal denkst.

Beispiel im beruflichen Kontext

Gedanken, die wir über Jahre denken, erzeugen entsprechende Gefühle in uns. Dadurch machen wir immer wiederkehrende Erfahrungen, wodurch sich oftmals tiefsitzende Glaubensmuster entwickeln. Dazu habe ich ein Beispiel bezogen auf den beruflichen Kontext für dich: Person A und Person B sind beide unglücklich in ihrem Beruf, sehen keinen Sinn mehr darin und haben das Gefühl, sich immerzu verstellen zu müssen.

Dadurch denkt Person A jeden Tag, an dem sie bei ihrer Arbeit ist, daran, wie unglücklich sie ist, wie schlimm alles ist usw. In ihr entstehen Gefühle von Frust, Trauer oder Wut. Sie geht abends nach Hause und erzählt ihrem Partner davon, wie schlimm alles ist. Den ganzen Tag lang ist sie in dieser negativen Gefühlsschleife und erlebt dementsprechend auch jeden Tag die gleichen Gedanken und die gleichen Gefühle, ändert jedoch nichts an der Situation.

Person B hingegen, denkt auch, dass sie keinen Sinn mehr in ihrem Beruf sieht und dass sie dieser nicht glücklich macht. Sie beobachtet und macht sich bewusst, welche Gedanken sie jeden Tag denkt und wie sie sich dadurch fühlt. Durch dieses Bewusstsein kann sie bewusst entscheiden, ab jetzt andere Gedanken zu denken. Denn Person B möchte sich nicht mehr jeden Tag schlecht fühlen. Sie startet ihren Tag, in dem sie ein Gefühl von Dankbarkeit in sich erzeugt – Dankbarkeit dafür, dass sie einen Job hat, mit dem sie Geld verdient und der es ihr ermöglicht, zu reisen oder Fortbildungen zu besuchen, mit denen sie z.B. eine berufliche Veränderung anstrebt. Dadurch entscheidet Person B sich, zum einen ihre Gedanken über ihre Unzufriedenheit zu ändern und zum anderen, aktiv etwas an ihrer beruflichen Situation zu verändern. Indem sie schon im Hier und Jetzt mehr und mehr versucht, ihre Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, kann sie in ihrem jetzigen Job glücklicher sein als zuvor. Gleichzeitig hat sie mehr Energie eine Veränderung anzugehen – alles ohne etwas im Außen verändert zu haben.

Selbsterfüllende Prophezeiung positiv für dich nutzen

Mit diesem Beispiel möchte ich dir zeigen, welche Kraft deine Gedanken, die du jeden Tag denkst, haben. Wenn du die ganze Zeit denkst, dass du sowieso nicht glücklich werden kannst in deinem Job und dich in diesen Gedanken suhlst, dann ist dies deine Realität und du wirst nicht glücklich in deinem Beruf werden. Du wirst dich nicht auf die Suche machen, deinem eigentlichen Wunsch näher zu kommen, weil du es erst gar nicht für möglich hältst. Wenn du aber denkst, dass es für dich möglich ist, deine Berufung und deinen Traumjob zu finden, ist dies deine Realität und du wirst deinen Traumjob finden. Du wirst vermutlich Bücher zu dem Thema lesen, dich von anderen inspirieren lassen, die bereits da sind wo du gern sein möchtest usw. Hier sind die selbsterfüllenden Prophezeiungen am Werk. Diese funktionieren in beide Richtungen – das heißt:

Das, was du für möglich hältst, wird für dich möglich sein. UND Das, was du nicht für möglich hältst, wird für dich nicht möglich sein.

4 Schritte, um die Kraft der Gedanken für dich zu nutzen

Schritt 1: Beobachte deine Gedanken

Im ersten Schritt geht es darum, zu beobachten, welche Gedanken du den ganzen Tag über denkst. Du kannst dazu den Tag über immer mal wieder inne halten, beobachten und reflektieren, was du z.B. in der vergangenen Stunde gedacht hast. Alternativ kannst du auch Meditation als kraftvolles Tool nutzen, um darin deine Gedanken, die aufkommen, zu beobachten.

Schritt 2: Nimm wahr, welches Gefühl erzeugt wird

Im zweiten Schritt schreibe die beobachteten Glaubensmuster auf und beobachte, welche Gefühle diese Gedanken in dir erzeugen. Frage dich, wie sich die Gedanken und die folgenden Gefühle auf dich und dein Leben auswirken, wenn du weiterhin diese Gedanken denkst.

Schritt 3: Wähle deine Gedanken neu

Nun, da du dir deine Gedanken ins Bewusstsein geholt hast, frage dich: Ist dieser Gedanke wirklich wahr? Was wäre, wenn es nicht so wäre? Was könnte eine andere Meinung dazu sein? Was möchtest du stattdessen lieber denken? Wie möchtest du dich stattdessen fühlen?

Schritt 4: Practice, Practice, Practice

Mache dir immer wieder die neuen Gedanken bewusst und beobachte das Gefühl, das entsteht, wenn du diese neuen Gedanken denkst. Fühlt es sich nicht schon etwas besser an? Wiederhole Schritt 1 bis 3 immer wieder. Glaubensmuster zu verändern passiert nicht über Nacht. Wie schon beschrieben sind unsere Gedanken, die wir jeden Tag und immer wieder denken, ein Konstrukt aus unseren Konditionierungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das Gute ist: Wir können sie verändern. Aber: Es ist ein fortlaufender Prozess. Denn so wie wir uns über Jahre oder Jahrzehnte unserer Glaubensmuster antrainiert haben, braucht es auch eine Weile bis wir uns neue Gedankenmuster antrainieren.

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich mit diesem Artikel nicht sagen möchte, dass du in allen herausfordernden Situationen deines Lebens nur positiv denken musst und dann ist alles gut. Ich möchte dich aber einladen, einmal auszuprobieren, wie sich deine Gefühlslage verändert, wenn du deine Gedanken veränderst. Damit meine ich Alltagssituationen, in denen du in deinem Trott gefangen bist und es dir schwer fällt, aus der negativen Gedankenschleife auszutreten. Bewusstsein zu schaffen ist in so vielen Situationen der erste wichtige Schritt.

Folge mir gerne auf meinem Instagram-Kanal @ilka.pricker . Dort teile ich regelmäßig Inhalte rund um die Themen Beruf und Berufung, persönliche und spirituelle Weiterentwicklung und Authentizität. Ich bin ganz gespannt von dir zu hören, welche Glaubensmuster du bei dir identifiziert hast.

Wenn du unzufrieden in deinem Beruf bist und mehr Klarheit über deinen weiteren beruflichen Weg bekommen möchtest, schau auch gerne in meinem Blogartikel „3 SCHRITTE FÜR MEHR KLARHEIT BEI UNZUFRIEDENHEIT IM BERUF“ vorbei.

Alles Liebe,

Deine Ilka