Mir liegt dieser Artikel sehr am Herzen, um dir Mut zu machen für eine berufliche Veränderung loszugehen. Wenn du unglücklich in deinem Job bist, dich bisher aber noch nicht getraut hast, neue Wege zu gehen, richtet sich dieser Beitrag besonders an dein Mindset als Schlüssel für den Mut für Veränderung. In diesem Beitrag teile ich außerdem Reflektionsübungen mit dir, die auch mir geholfen haben, für meine Träume loszugehen. 

Was denkst du über Arbeit? 

Hast du auch das folgende Bild über die Arbeit in deinem Kopf?

Ich mache eine Ausbildung oder Studium, beginne dann einen Job in dem Bereich in einem Unternehmen, wechsle vielleicht nochmal hier und da den Job und das Unternehmen, steige beruflich auf, werde erfolgreich, mache meine Karriere und dann bin ich glücklich. Ich bekomme Anerkennung von meiner Familie und meinen Freunden, wenn ich einen gut bezahlten Job habe und angesehen bin. Super Sache! Etwas ganz anderes zu tun, als ich gelernt habe – das kommt nicht in Frage – warum auch? Dann komme ich ja von meinem geplanten Karriereweg ab und das macht „man“ doch nicht.

Vielleicht erkennst du dich und deine Gedanken so oder so ähnlich wieder.

Dies war zumindest lange meine Sicht auf meine Arbeit – sehr viel davon war mir sehr lange unbewusst. Es war die Betrachtung durch meine Brille. Diese ist geprägt von meinen bisherigen Erfahrungen und meinem Umfeld, von dem ich das Bild übernommen habe. Bis vor 2,5 Jahren hatte ich dieses übernommene Bild nie für mich hinterfragt. Der Glaubenssatz „Arbeit muss hart sein.“ war tief in mir verankert und so hatte ich oftmals das Gefühl, dass die Arbeit anstrengend ist und mich auslaugt, statt mir Energie zu geben. Das war meine Realität – weil mein Umfeld und letztlich auch ich mir diese Geschichte immer wieder erzählt habe.

„Jeder hat seine ganz eigene Sichtweise und Geschichte, die er sich immer wieder erzählt – weil wir es von unserem Umfeld so gelernt und die Überzeugung für uns übernommen haben.“

Dann habe ich mich gefragt, ob ich bewusst dieses Bild übernehmen möchte oder ob ich mir meine Realität neu erschaffen möchte. Ich habe erkannt, dass nur ich selbst mir mein Leben erschaffe – und damit auch mein Berufsleben. Ich entscheide, was ich jeden Tag tue. Und ich entscheide, ob sich meine Arbeit hart anfühlt oder Spaß machen darf.

Reflektionsübung: Deine Glaubenssätze über Arbeit

Hier ist eine Übung für dich: Schreibe einmal alle Glaubenssätze, die du über die Arbeit hast auf. Beobachte einmal deine Gedanken. Was denkst du über Arbeit? Wie ist Arbeit für dich? Im zweiten Schritt überlege einmal, wie du möchtest, dass Arbeit für dich ist, wenn du all die Erwartungen von Außen loslässt und alles möglich wäre?

Sei im Frieden mit deinem bisherigen beruflichen Weg 

Wenn du dir selbst erlaubst, neue Wege in deinem beruflichen Leben zu gehen, ist es so wichtig, deinen bisherigen beruflichen Weg zu akzeptieren und dir nicht selbst Vorwürfe dafür zu machen. Mach dir bewusst, dass du nur durch deinen bisherigen Weg zu dem Menschen geworden bist, der du heute bist. Vielleicht brauchst du genau diesen Punkt in deinem Leben, an dem du tief unglücklich bist und vielleicht keinen Sinn mehr in deinem Beruf siehst. Denn nur dadurch kannst du jetzt die Chance nutzen und dich bewusst entscheiden, wie dein zukünftiges berufliches Leben aussehen soll. Wie du siehst, sind deine Glaubenssätze und inneren Überzeugungen, die du dir über Jahre antrainiert hast, maßgeblich für deinen Mut für berufliche Veränderungen von Bedeutung. Mach dir deine Glaubensmuster bewusst und dann verändere sie Schritt für Schritt. Vertraue darauf, dass alles für dich passiert.

Die große Karriere vs. dein Glück

Mir ging es lange so, dass ich unglücklich auf meinem beruflichen Weg war und mich nicht getraut habe, etwas ganz anderes und Neues zu beginnen. Nach langer innerer Arbeit war mein erster, auch im Außen sichtbarer Schritt in Richtung einer Veränderung der Beginn meiner Yogalehrerausbildung. Bei meinem damaligen Arbeitgeber ist mir Unverständnis entgegengebracht worden und auch aus meinem direkten Umfeld wurden einige kritische Stimmen laut. Ich hatte ja bis dahin einen gut bezahlten Job, ich könne doch jetzt nicht Yogalehrerin werden. Wie du merkst bin ich bei dem Beginn meiner beruflichen Veränderung auch auf Widerstand gestoßen und es war nicht immer leicht. Aber es hat sich richtig für mich angefühlt und endlich wie mein ganz eigener Weg, der zu mir passt und der mich glücklich macht. Rückblickend kann ich sagen, dass es sich immer lohnt seinem Herzen zu folgen. Denn wem nützt es, wenn du viel Geld verdienst und andere mit deinem Job glücklich machst, du selbst aber nicht zufrieden bist?

„Einen neuen beruflichen Weg zu gehen lohnt sich immer, wenn es dein eigener Weg ist.“

Reflektionsübung: Dein 80-jähriges Ich blickt auf deinen beruflichen Weg zurück

Zum Abschluss dieses Artikels habe ich noch ein kraftvolles Gedankenexperiment für dich: Stell dir vor, du reist in die Zukunft und bist 80 Jahre alt. Als dein 80-jähriges Ich blickst du zurück auf dein Leben und schaust dir an, wie du dich jeden Tag bei deiner Arbeit gefühlt hast, was du getan hast und für wen oder was du mit deiner Arbeit einen Unterschied gemacht hast. Was siehst du? Kannst du sagen, dass du deinen Beruf durchgezogen hast und eine tolle Karriere hingelegt hast? Oder kannst du von deinem beruflichen Weg sagen, dass du glücklich warst und mit deinem Job einen Mehrwert für dein Umfeld geschaffen hast? Nimm deine Antwort als Motivation loszugehen: Loszugehen für das, was du verändern möchtest, loszugehen für deinen ganz eigenen authentischen beruflichen Weg und für dein berufliches Glück. Du hast die Wahl. Niemand anderes kann dafür sorgen, dass du beruflich glücklich bist.

Folge mir gerne auf meinem Instagram-Kanal @ilka.pricker und kommentiere unter dem Post zu diesem Blog-Beitrag, was deine Gedanken und Fragen zu diesem Artikel sind.

Alles Liebe,

Deine Ilka